Eine Kieferentzündung bleibt oft jahrelang unbemerkt und belastet den Körper trotzdem. Ich habe mich auf das Erkennen und die schonende Behandlung chronischer Entzündungen im Kieferknochen spezialisiert. Als Fachärztin für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie prüfe ich den Kiefer mit dreidimensionaler Röntgendiagnostik und behandle entzündete Bereiche minimalinvasiv und biologisch begleitet.
Eine Kieferentzündung ist ein Entzündungsprozess im Kieferknochen — auch an Stellen, an denen gar kein Zahn mehr sitzt. Eine akute Entzündung zeigt sich durch Schmerzen, Schwellung oder Druckgefühl. Deutlich unauffälliger verläuft die chronische Kieferentzündung, in der biologischen Zahnmedizin als NICO bezeichnet: neuralgia inducing cavitational osteonecrosis, im Deutschen fettig-degenerative Osteonekrose des Kieferknochens.
Eine chronische Kieferentzündung entsteht häufig, wenn eine Wunde nach einer Zahnentfernung nicht vollständig mit gesundem Knochen ausheilt. Besonders nach der Entfernung von Weisheitszähnen bleibt im Inneren des Knochens ein Hohlraum zurück, der sich mit weichem, fettig verändertem Gewebe füllt. Von außen ist davon nichts zu sehen.
Eine chronische Kieferentzündung verursacht nicht zwangsläufig Schmerzen und zeigt sich meist nicht in den üblichen Entzündungswerten des Blutes. Sie entwickelt sich schleichend über Jahre bis Jahrzehnte. Hinzu kommt: Auf herkömmlichen zweidimensionalen Röntgenbildern lässt sie sich kaum darstellen. Deshalb bleibt sie oft über Jahre unerkannt.
In der biologischen Zahnmedizin gilt ein solcher chronischer Entzündungsherd als Störfeld, das den Organismus belasten kann. Ich nehme diesen Zusammenhang ernst und prüfe den Kiefer entsprechend gründlich.
Am Anfang steht das Gespräch über Ihre Beschwerden und Ihre Krankengeschichte, gefolgt von einer gründlichen zahnmedizinischen Untersuchung. Um Veränderungen unterhalb der Oberfläche sichtbar zu machen, arbeite ich mit dreidimensionaler digitaler Volumentomographie (DVT). Diese 3D-Aufnahme stellt die Strukturen im Kieferknochen deutlich zuverlässiger dar als eine herkömmliche Röntgenaufnahme und beurteilt auch die Knochendichte. Ergänzend sind Laboruntersuchungen sinnvoll, um das Entzündungsgeschehen genauer einzuordnen. Erst wenn ein klares Bild vorliegt, besprechen wir die weiteren Schritte.
Eine chronische Kieferentzündung heilt nicht von allein aus. Sie erfordert einen kleinen chirurgischen Eingriff, um das entzündete Gewebe zu entfernen. Ich gehe dabei so schonend wie möglich vor: Der betroffene Bereich wird geöffnet, das fettig degenerierte Gewebe gründlich entfernt und der Hohlraum mit Ozon desinfiziert. Für die Wundheilung setze ich körpereigenes PRF-Eigenblut ein, das ich aus Ihrem Blut gewinne. Auf Wunsch führe ich den Eingriff in Sedierung oder Dämmerschlaf durch — als Fachärztin für Anästhesie und für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie behalte ich beide Ebenen in einer Hand.
Ich betrachte den Kiefer nie losgelöst vom übrigen Körper. Ein chronischer Entzündungsherd kann nach diesem Verständnis das Immunsystem beanspruchen. Ziel der Behandlung ist, diese Belastung zu beseitigen und dem Kieferknochen die Möglichkeit zu geben, wieder gesundes Gewebe zu bilden. Ob und in welchem Umfang eine Behandlung für Ihre Situation sinnvoll ist, kläre ich individuell und ehrlich im persönlichen Gespräch.
Sie vermuten bei sich eine Kieferentzündung oder wollen einen unklaren Befund abklären lassen? Vereinbaren Sie einen Termin in meiner Praxis am Neuen Jungfernstieg. Für Patienten von außerhalb biete ich einen digitalen Erstkontakt mit Anamnese und Videogespräch an.